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22nd
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War die Entstehung der Begrifflichkeit “Lifestyle Of Bad Organisation” (Lobo) eigentlich ein Zufall? Oder habt ihr da lange drüber gegrübelt?

Der Begriff ist von Moritz Metz im Januar 2008 erfunden worden; die Situation war wie folgt.

Die ZIA, also die Zentrale Intelligenz Agentur, veranstaltete eines ihrer Strategie-Treffen. Es war Samstag, ich hatte zugesagt, am Vormittag, also am späten Vormittag, vielleicht auch erst gegen Mittag, realistisch zum Nachmittag - es hätte wohl auch Spätnachmittag werden mögen - spätenstens jedoch am früheren Abend oder dann eben auch gleich am Abend, sprich: Nacht dazuzustossen.

Die ZIA-Zusammenkunft fand in einer Hütte etwa 100 Kilometer von Berlin entfernt in der Uckermark statt; ich rief dann am Nachmittag an, dass ich losfahren würde. Aber dann: dramatischstes Blitzeis. Ungelogen. Mein sommerbereiftes Auto drehte sich unkontrolliert über die eisesglatten Strassen und schlidderte in gut vier Stunden in Richtung Strategietreffen.

Meine etwa halbstündlichen Anrufe, ich sei gleich da, sorgten nach dem dritten Mal für Erheiterung und nach dem fünften Mal für leichten Ärger, weil ich auch einen Gutteil der Verpflegung hatte mitbringen sollen.

Schliesslich rutschte mein Auto einen guten Kilometer von der Hütte entfernt in die Böschung, und ich musste mich von den anderen abholen lassen, darunter auch Moritz. Wir zogen an unseren Gürteln die Bierkästen hinter uns auf der Strasse her, so glatt war es und gelangten dann, nur etwa acht Stunden nach der von mir zugesagten Zeit, mit den dringend benötigten Zutaten ans Häuschen.

In der Wartezeit muss - mir bis heute völlig unverständlich - sich einiger Unmut auf meine Person angestaut haben. Hinzu mag gekommen sein, dass die ebenfalls vor Ort befindliche Kathrin Passig ein wenig säuerlich war, weil ich bei einem Abgabetermin Ende Februar von den 150 notwendigen Seiten Anfang Januar erst 20 geschrieben hatte. In dieser Melange mag es in einer unfairen Übersprungshandlung dazu gekommen sein, dass man nicht etwa dem eindeutig verantwortlichen Blitzeis, sondern mir die Schuld an der Kochunfähigkeit der Gruppe gab.

Weil die Macht der Bezeichnung, die Deutungshoheit also, eine der treffendsten Waffen im Kampf der Kommunikationen ist, dachte man sich - mich verfluchend - ein Akroynm aus, das meinem Namen rachebeleidigende Bedeutung zukommen lassen sollte. So entstand “Lifstyle Of Bad Organisation”, kurz “LOBO” - ich nahm es mit einer Mischung aus Stolz und Demut an und wir bauten es im Buch ein.

Fragen Sie mich irgendetwas:

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